Wochenfazit 38 + 39




Gesehen:  
Der Duft des Bösen
Braveheart
Der Duft der Frauen
Akte X - Staffel 1

Kennt ihr dieses Verhalten? Wenn es jemanden schlecht geht, kauft die betroffene Person ein.
Während den letzten zwei Wochen, habe ich es ein bisschen übertrieben.

Gekauft:
Filme: Die Fliege, Wolf, Der Duft des Bösen, The Worlds Fastest Indian
Musik: Schumann - sämtliche Klavierwerke, Schubert - sämtliche Klavierwerke, Schubert - sämtliche Klavierwerke zu vier Händen, Schubert - alle Violinwerke
Bücher: Carmilla, Das Phantom der Oper, Die Physiker, Hamlet/Othello

Privates:
Erfreulich: Viele neue Medien, damit die Billy-Regale ausgenutzt werden.

Weniger: Kreislaufprobleme / Medikamentenumstellung

Amüsant:   
Deprimierend, Thor, Vegetarier (ich bin übrigens selbst einer), Wasserball, Werbung, Wo die wilden Kerle arbeiten

Zitat der Woche:
A man who limits his interests limits his life - Vincent Price

Für diese Woche geplant:
Die Fliege, Mein Nachbar Totoro, Akte X Staffel 1 - Finale

Das Gift des Bösen

 

Das Gift des Bösen beinhaltet drei unheimliche Geschichten mit Vincent Price, welche eine gruselige Atmosphäre besitzen und sich mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigen. Tod, Liebe, Gier und Verrat prägen diese Kurzfilme. Die Synchronisation und Musikuntermalung (besonders House of the Seven Gables) ist sehr gelungen und Vincent Price stellt in allen drei Geschichten einen wunderbaren Antagonisten dar.  Die Kulissen sind zweckmäßig, jedoch liebevoll gestaltet. Wer unheimliche Filme mit Vincent Price mag, wird mit dieser kleinen Sammlung gut unterhalten.

Dr. Heidegger's Experiment

Dr. Heidegger's Experiment ist ein angenehm gruseliger Film über Vergänglichkeit, ewiges Leben und Verrat. Die Handlung beginnt, als während einer stürmischen Nacht Alex Medbourne und Dr. Carl Heidegger, dessen 79igsten Geburtstag feiern und über die Vergänglichkeit des Lebens und Wiedergeburt philosophieren. Während der Feier wird Dr. Heidegger zunehmend melancholischer und spürt, dass er nicht mehr lange leben wird. Sein einziger Trost ist es, neben seiner verstorbenen Sylvia begraben zu werden, welche kurz vor der Hochzeit starb. Als der Sturm stärker wird und der Regen unaufhörlich prasselt, erkennen die beiden Männer erschrocken, dass der Eingang zu Sylvias Gruft offen liegt und eine merkwürdige Flüssigkeit auf ihren Sarg tropft. Als sie denselbigen öffnen, blicken die Männer ungläubig auf die unverweste Leiche der Frau. Kann diese Flüssigkeit tatsächlich verjüngen oder gar Verstorbene wiederbeleben und darf ein Mensch dieses Sakrileg brechen und auf ewig leben? In einem gewagten Experiment werden die beiden Männer nicht nur das Mysterium des Lebens erforschen und die Grenze von Leben und Tod brechen, sondern alte Geheimnisse offenbaren, welche vielleicht in der Vergangenheit begraben hätten bleiben sollen.

Rappaccinis Daughter

Dieser Kurzfilm handelt von sehnsüchtiger Liebe und dem Versuch, die Unschuld und Reinheit eines Menschen zu bewahren. Der Wissenschaftler Giacomo Rappaccini (Vincent Price) liebt seine Tochter so sehr, dass er alles Unreine und Sündige von ihr fernhalten möchte. Aus diesem Grund, injiziert er Beatrice ein Gift, welches durch eine Pflanze in seinem Garten gewonnen wird, welche bei der bloßen Berührung tödlich wirkt. Da nun aber auch alle Lebewesen sterben, welche von Patricia berührt werden, führt die junge Frau ein einsames und isoliertes Leben im Hause ihres Vaters. Doch lernt sie eines Tages den benachbarten Studenten Giovanni kennen, welcher sich sehnsüchtig nach ihrer Liebe verzehrt und nicht versteht, weshalb sie ihn meidet. Als er das Geheimnis der hübschen Frau erkennt und ihren Vater zur Rede stellt, soll sich das Leben der beiden Liebenden für immer verändern.

House of the Seven Gables

House of the Seven Gables stellt neben Dr. Heidegger's Experiment die unheimlichste Geschichte dar und handelt von einem alten Fluch, Gier und Verrat. Gerald Pyncheon kehrt nach 17 Jahren in sein Familienhaus zurück, um ein verborgenes Gewölbe zu finden, in welchem sich eine wertvolle Besitzurkunde befinden soll. Seine Frau Alice spürt bereits kurz nach ihrer Ankunft ein merkwürdiges Frösteln, scheint fremde Erinnungen zu besitzen und spielt wie in Trance ein altes Klavierstück, welches sie noch nie zuvor gehört hat. Die Familie Pyncheon ist seit Generationen von einem alten Fluch betroffen, welcher alle männlichen Nachkommen ihr eigenes Blut trinken und sterben lässt. Dieser Fluch soll von einem Mann stammen, welcher durch die Pyncheons ums Leben kam und in den Gewölben begraben liegen soll. Gerald glaubt nicht an diesen Fluch und lässt sich von einem vermeintlichen Geist nicht ängstigen, sondern trifft sich sogar mit einem Nachfahren um mehr Informationen über das Gewölbe zu erhalten. Jonathan Moll verhält sich ihm gegenüber jedoch abweisend und erkennt, dass auch dieser Nachkomme, voller Gier und Hass ist. Jedoch scheinen sich Alice und er auf merkwürdige Weise zueinander hingezogen zu fühlen und die unheimlichen Erscheinungen verstärken sich. Blut fließt aus Gemälden, bricht aus Wenden hervor und sowohl Moll, als auch Alice scheinen von dem Gespenst beeinflusst zu werden.

Braveheart


Bei Braveheart handelt es sich um einen Film, welcher entweder positiv auf den Zuseher wirkt, oder als sinnfreie Parabel über Freiheit und Rache wahrgenommen wird. Glücklicherweise, nimmt der Patriotismus nie einen solchen Stellenwert ein, wie mancher Kritiker dem Leser weismachen möchte. Am Ende des 13ten Jahrhunderts sehnt sich König Eduard  I, aufgrund seiner Körpergröße von 1.88 Meter "Longshanks" genannt, nach dem schottischen Thron und unterdrückt zunehmend das schottische Volk. So werden zum Beispiel mehrere Unterhändler auf Befehl des Königs gehenkt und Vater und Sohn des Protagonisten William Wallace, während der anschließenden Auseinandersetzunge mit den Engländern getötet. Nach Jahren kehrt Wallace in seine Heimat zurück und trifft nicht nur auf alte Freunde, sondern erkennt auch den unterdrückten Zustand von Schottland. So wurde auch das "Recht der ersten Nacht" eingeführt, bei welchem die Obrigkeit die erste Hochzeitsnacht mit der Braut der Untergebenen verbringen kann, aus welchem Grund Wallace und seine Kindheitsliebe heimlich getraut werden. Nach einer großen Auseinandersetzung mit den Engländern und einem tragischen Verlust, schwört William Wallace, sich zu rächen und die Freiheit Schottlands durchzusetzen. Während die erste Schlacht gegen die Engländer, wider Erwarten des Feindes, erfolgreich verläuft, streben verschiedene adelige Clans die Krone Schottlands an und manch einer sympathisiert sogar mit den Engländern, um Vorteile für das eigene Wohlergehen zu sichern. Wallace muss ab diesem Zeitpunkt alleine mit seinen Männern kämpfen, da die Adeligen bezweifeln, dass nach dem ersten Erfolg, noch Siege zu erringen sind. Jedoch scheint Robert the Bruce, William zu respektieren, bewundert seinen Mut und so manches Vorgehen von Wallace lässt erkennen, dass Freiheit und der Versuch, diese zu erreichen, auch den Tod von Menschen rechtfertigen. Lieber in Freiheit sterben, als ein langes Leben in Knechtschaft zu verbringen. Eduard I hat neben den Auseinandersetzungen mit Wallace noch andere Schwierigkeiten, da sein schwächlicher Sohn nicht der Erbe ist, den er sich für sein Reich erhofft und er gleichzeitig an einer Krankheit leidet, welche schon bald sein Leben fordern könnte.

Braveheart erzählt eine interessante Geschichte über Freiheit, Rache und Verrat, verlässt sich jedoch nicht immer auf historische Begebenheiten, da manche Inhalte verfälscht wiedergegeben werden. Zum Beispiel war die Familie von Wallace nicht ärmlich, sonder besaß mehrere Länderein und Prinzessin Isabelle war zum Zeitpunkt der Handlung erst wenige Jahre alt, weshalb es auch keine Beziehung mit Wallace gab. Auch chronische Abläufe wurden verfälscht und so manche Person existierte nicht in der wiedergegebenen Form. Aber diese Kritikpunkte fallen kaum ins Gewicht. Es handelt sich um einen Film, der unterhalten soll und gewisse Punkte der Geschichte aufgreift und diese dem Zuseher nahebringt. Wer sich für jedes kleine Detail interessiert, könnte durchaus ein Buch zu diesem Thema lesen. Die Nebencharaktere und Freunde von Wallace wissen zu überzeugen und mir persönlich haben besonders sein Jugendfreund und der "verrückte Ire" Stephen gefallen. Die Gewaltdarstellung während der Schlachten ist explizit und abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen keine Seltenheit. Am Ende bleibt zu sagen, dass Braveheart ein gelungener Film ist, welcher über drei Stunden hinweg unterhält und den Koflikt zwischen England und Schottland mit einigen Eigeninterpretationen wiedergibt. Mel Gibsons schauspielerische Leistung ist ebenfalls lobenswert und lässt erkennen, dass er gelgentlich auch gute Rollen angenommen hat.

Media Monday 97



1. Christopher Lee gefiel mir am besten in Herr der Ringe (ich weiß, klischeehaft)

2. David Cronenberg hat mit Dead Zone seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er mit diesem Film einen ruhigen, intelligenten und atmosphärischen Film erschaffen hat, welcher auf einem Buch von Stephen King basiert.
 
4. Zu einem guten Film ist bei diesem schönen Wetter Musik die beste Alternative, denn ohne Musik fehlt dem Leben etwas.

5. Den tragischsten Serientod ist Andre Grandier in Lady Oscar gestorben, weil das melancholische, traurige Ende zu Beginn der Französischen Revolution perfekt und tragisch inszeniert wurde.



6. Ich würde mir wünschen, dass mal jemand einen Historienfilm dreht, der sich mit Johanna von Orleans beschäftigt. Meistens werden historische Tatsachen verfälscht und Jeanne d’Arc nicht authentisch dargestellt. Robert Bressons "Der Prozess der Jeanne d’Arc" ist jedoch eine großartige Ausnahme. Die verschiedenen Stationen vor ihrem Prozess, sollten jedoch verfilmt werden. Hier sei das Buch von Sven Stolpe zu empfehlen.

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel war Akte X - 1 und die war sehr unterhaltsam, weil die unheimliche, spannende Atmosphäre, nach wie vor überzeugen kann.

Empfehlungen für Gruselfilme gesucht


Hallo. Ich bin auf der Suche nach Grusel- und Horrorfilmen, welche eine unheimliche Atmosphäre und eine interessante Handlung bieten. Übertriebene Gewalt und Splatter sollten die Filme nicht beinhalten.

Ich würde mich über Empfehlungen und Kommentare sehr freuen. :)

Hier eine kleine Auswahl, um die Orientierung zu erleichtern:

Angel Heart
Beetlejuice
Bis das Blut gefriert
Bram Stokers Dracula
Carrie
Coraline
Corpse Bride
Curse of the Demon
Das Pendel des Todes
Das geheime Fenster
Dead Zone
Der Fuhrmann des Todes
Der Unsichtbare
Die Frau in Schwarz
Die Mumie
Dracula - Universal
Echoes
Edward mit den Scherenhänden
Eleonore - Die Frau des Ritters
Frankenstein
Frankensteins Braut
Frankenweenie
House of Wax
Im Auftrag des Teufels
Julias Eyes
Laura
Misery
Nightmare Before Christmas
Pakt der Wölfe
Pans Labyrinth
ParaNorman
Schloß des Schreckens
Sturm des Jahrhunderts
Sweeney Todd
Sleepy Hollow
The Devils Backbone
Das Waisenhaus
The Last Man On Earth
The Others
The Wolf Man
Theater des Grauens
Valerie - Eine Woche voller Wunder
Wenn die Gondeln Trauer tragen
Zimmer 1408

Wochenfazit 37




Gesehen:  
Life of Pi
Looper
Kurzfilm der Woche
Jurassic Park (warum musste dieser Film durch Fortsetzungen zerstört werden?)
Aus diesem Grund, habe ich ihn auch noch nicht auf Blu Ray gekauft.

Gekauft:
Filme: Bevor ich mir einen neuen Film kaufe, möchte ich noch jene sehen, die im Regal warten.
Musik: Fanny Hensel-Mendelssohn - Klavierstücke, Das Jahr - Fanny Mendelssohn, Clara Schumann -  Klavierwerke

Privates:
Erfreulich: Wie bereits zu erkennen ist, höre ich mir derzeit die weiblichen Komponisten an, von welchen es leider nur wenige gab

Ich liebe diese Hommage an das "Lucy and Linus Theme".

Weniger: Die ersten 19 Werkausgaben der Peanuts + Cartoons sind beendet. Ab Oktober werde ich mir nochmals alle durchlesen.

Amüsant:  
Drachen, Hoffnung, Metal I, Metal II, Dryaden, Depressionen, Football

Zitat der Woche:
„Alle meine Noten bringen mich nicht aus den Nöten, und ich schreibe Noten überhaupt nur aus Nöten.“ - Beethoven

Für diese Woche geplant:
Meuterei am Schlangenfluss, Mein Nachbar Totoro

Kurzfilm der Woche "One Man Band" und "Geris Game"

Diese Woche, möchte ich zwei Kurzfilme von Pixar vorstellen.

One Man Band


Das kleine Mädchen Tippy, möchte eine goldene Münze in einen Brunnen werfen, um sich etwas zu wünschen, doch erregt ein Straßenmusikant ihre Aufmerksamkeit. Tippy hört ihm gebannt zu und wirft dem Musiker beinahe die Münze in seinen Sammelbecher, als ein zweiter Musikant seine Künste zum Besten gibt und das Mädchen um eine Spende bittet. Daraufhin beginnt der erste Musikant erneut zu spielen und es kommt zu einem regelrechten Wettstreit zwischen den beiden, in welchen auch das kleine Mädchen bald hineingezogen wird. Wer das Geldstück bekommt, wird sich am Ende zeigen. Neben der süßen Gestaltung von Tippy, wirkt besonders die Darbietung der beiden Musiker amüsant, welche gegen Ende schon beinahe im Duett spielen. Die Grafik ist, wie von Pixar bereits gewohnt, hervorragend und verdeutlicht bereits, wie rasant sich der technische Fortschritt entwickeln wird.


Geris Game

In Geris Game spielt ein alter, einsamer Mann, gegen sich selbst Schach und wechselt dabei permanent seinen Platz. Trotz der Tatsache, dass es sich nur um sein eigenes Ich handelt, wird er sichtlich nervöser und von seinem Kontrahenten in die Enge getrieben, welcher bereits jeden seiner Züge zu kennen scheint. Sogar ein simulierter Herzinfarkt kann den Gegenspieler nicht aus der Fassung bringen. Doch schließlich entwickelt der alte Mann einen Plan, mit welchem sein Sieg sicher erscheint. Die Tatsache, dass sich außer Geri niemand im Park befindet, verstärkt die Atmosphäre deutlich und die erschrockene Mimik und Gestik, wenn ein ungeplanter Zug gespielt wird, wurde liebevoll animiert.

Life of Pi


Life of Pi stellt einen der verträumtesten und kreativsten Filme der letzten Jahre dar und bietet neben der beeindruckenden Technik auch genügend Seele, um den Zuseher auf eine zweistündige Reise mitzunehmen. Bevor die eigentliche Handlung beleuchtet wird, sollte der Leser aber mehr über Piscine Molitor Patel erfahren, welcher bereits seit seiner Geburt besonders war. Da der Namen des Jungen von den anderen Mitschülern in "Pisser" umgeändert wurde, gab er sich selbst den Namen Pi, wie die Kreiszahl. Er ist Vegetarier und interessiert sich nicht nur für eine Religion, sondern gewinnt aus jeder Religion neue, philosophische Erkenntnisse. So ist er zum Beispiel gleichzeitig Hindu, Christ und Muslim. Sein Leben verändert sich jedoch, als sein Vater wegen finanzieller Schwierigkeiten Indienen verlassen und nach Kanada ziehen möchte, um dort ein neues Leben zu beginnen. Eine Entscheidung, welche auch den Vater sehr betrübt. Die Zootiere sollen hingegen in Nordamerika verkauft werden. Während der Überfahrt zieht jedoch ein gewaltiger Sturm auf, welcher das Schiff in kürzester Zeit sinken lässt. Pi wird jedoch während der Katastrophe auf ein Rettungsbot geschleudert und treibt alleine, wissend das seine gesamte Familie gestorben ist, auf dem Meer. Nach kurzer Zeit retten sich jedoch überlebende Zootiere auf das kleine Boot, bis nach einigen Ereignissen, welche ich an dieser Stelle nicht verraten möchte, nur noch der Tiger Richard Parker vorhanden ist. Den Tiger mit dem außergewöhnlichen Namen hat Pi bereits im Zoo seines Vaters bewundert und er realisiert, dass er sich nun alleine, auf offenem Meer mit einem Tiger befindet. Genau dieses Erlebnis, erzählt der gealterte Pi einen jungen Buchautor, welcher sich für seine Geschichte interessiert. Um dem gereizten Tier entgehen zu können, bastelt sich der junge Mann ein notdürftiges Floß aus Schwimmwesten und ernährt sich von Proviant, welchen er erst vom Boot aus in Sicherheit bringen muss, während er jederzeit von dem Tiger attackiert werden könnte. Gleichzeitig ist Pi von Richard Parker fasziniert und fängt ihm regelmäßig Fische oder sammelt etwas Regenwasser für ihn, damit das prächtige Tier am Leben bleibt. Da Pi Vegetarier ist, fällt ihm das Töten nachvollziehbar schwer.

Pi erkennt jedoch, dass er nicht ewig auf diesem kleinen Floß überleben kann und beschließt, den Tiger zu domestizieren und rettet ihm sogar das Leben, als das Tier aus dem Boot fällt, wodurch er eigentlich in Sicherheit gewesen wäre. Aber genau diese Beziehung, hält seinen Verstand, seine Psyche aufrecht und sorgt dafür, dass Pi überleben wird. Doch die Frage ist, welche Situationen Pi und sein Gefährte noch bestehen müssen. Diese wunderbare, märchenhafte Geschichte wird duch eine beeindruckende, visuelle Inszenierung zum Leben erweckt, welche nicht nur die Darstellung des Tigers authentisch nahebringt, sondern wunderbare Naturschauspiele präsentiert. Zum Beispiel ein nächtlicher Sternenhimmel, welcher sich auf dem Wasser spiegelt, ein rießiger Wal oder eine wundersame Insel. Life of Pi lässt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen und der eigentliche Plot, beginnt erst nach ungefähr 40 Minuten. Der Zuseher sollte die surreale Geschichte über Pi und seinen Überlebenskampf aufmerksam verfolgen, da sich häufig mehr in den Erzählungen versteckt, als der Zuseher vermutet. Life of Pi wurde großteils positiv aufgenommen, jedoch kritisierten manche Menschen die visuelle Darstellung, da der gesamte Film nur ein Blickfang ohne Seele sein soll. Wer solche Aussagen tätigt, hat entweder den Sinn für märchenhafte Geschichten verloren, oder ist durch die reale Darstellung anderer Werke bereits emotional verkümmert. Life of Pi ist einer der besten Filme, welche ich in den letzten Jahren gesehen habe und ich kann jedem Leser, der einen Film sehen möchte, welcher sich zur Gänze von anderen Werken abgrenzt, Life of Pi nur empfehlen. Ein Meisterwerk, welches unbedingt angesehen werden sollte.

Regie: Ang Lee
Drehbuch: David Magee
Musik: Mychael Danna
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: 127 Minuten

Suraj Sharma: Pi Patel
Irrfan Khan: erwachsener Pi Patel
Ayush Tandon: Pi Patel (Alter: 11/12)
Gautam Belur: Pi Patel (Alter: 5)
Adil Hussain: Santosh Patel
Tabu: Gita Patel
Ayan Khan: Ravi Patel (Alter: 7)
Mohd Abbas Khaleeli: Ravi Patel (Alter: 13/14)
Vibish Sivakumar: Ravi Patel (Alter: 18/19)
Rafe Spall: Schriftsteller
Gérard Depardieu: Schiffskoch

Media Monday 96



1. Dennis Quaid gefiel mir am besten in Dragonheart

2. Enzo Barboni hat mit einem seiner Filme seine beste Regiearbeit abgelegt, weil mich bis jetzt noch keiner seiner Filme interessiert hätte.

3. Keira Knightley gefiel mir am besten in keinem Film.

4. Mediensatiren müssen intelligent und niveauvoll sein. Viele Werke sind leider für ein junges Publikum konzipiert.

5. Wie viel Wert legt ihr auf eine hochwertige Heimkinoanlage? Darf es ein bisschen exquisiter sein mit Beamer, 5.1- oder 7.1-Anlage etc. pp. oder reicht auch der heimische Laptop für den Filmgenuss?

Ich lege großen Wert auf ein qualitatives Heimkinoerlebnis, jedoch ist nach wie vor der Film das Wichtigste. Lautsprecher verwende ich jedoch nur bei Besuch. Für das auditive Erlebnis sorgt mein Audeze LCD-2 + Lehmann Rhinelander Kopfhörerverstärker. Mit Filmen und Möbel sind sicherlich um die 15.000 Euro ausgegeben worden, aber dafür halten die Komponenten auch sehr lange.

Mein Equipement:

Epson 3600 Full-HD-Beamer
3 Meter Leinwand
PANASONIC TX-P50VT50E Plasma, welcher derzeit am häufigsten verwendet wird
DVDO-Edge
Nubert 681 Standlautsprecher
Denon 710 - Verstärker
Denon 1611 - Blu Ray Player
Audeze LCD-2 - Kopfhörer
Denon AH D 5000 - Kopfhörer
Beyerdynamic 990 - Kopfhörer
Lehmann KHV Verstärker
Marantz CD 5004

7. Mein zuletzt gesehener Film war Tricks und der war sehr sehenswert , weil Nicolas Cage erneut unter Beweis stellt, dass er ein guter Schauspieler ist, wenn er die richtige Rolle erhält.

Heute Abend werde ich mir "Life of Pi" ansehen, auf welchen ich bereits sehr gespannt sein.

Wochenfazit #35


Gesehen:  
Tricks
Flucht von Alcatraz

Gekauft:
Filme: Life of Pi
Musik: Tschaikowsky - 60 CD Box

Privates:
Erfreulich: Die Lust am Lesen kehrt zurück.

Weniger: Noch immer Kopfschmerzen. Der Wetterwechsel bekommt mir jedes Jahr weniger, weshalb ich diese Woche auch nicht besonders aktiv war. Ich denke, Al Pacino bekommt jedesmal ähnliche Kopfschmerzen, wenn ein Mensch irgendwo auf der Welt erwähnt, dass er noch nie "Der Pate" gesehen hat.

Amüsant:  
Schnee, Pazifist, Caffeine-Claus, Pfadfinder, Rache, Hilfsbereitschaft, Strandausflug

Zitat der Woche:
Je weniger wirkliches Wissen, desto mehr Hitze und Aufregung im Streit.
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